Umweltgruppe lädt zu Spaziergang an der Tagebaukante

Lausitzer und Gäste der Region am Sonnabend erwartet

190330 flyer titelbildCottbus, 25.03.2019. Am Sonnabend, dem 30. März lädt die GRÜNE LIGA zu einem geführten Spaziergang durch das Vorfeld des Tagebaues Jänschwalde ein. Der etwa dreistündige Spaziergang wird um 11:30 Uhr am Bahnhaltepunkt Jänschwalde-Ost starten und durch das Abbaufeld des Tagebaues Jänschwalde nach Taubendorf führen. Entlang des Weges gibt es Erläuterungen zum Tagebau, aber auch zur Klage der Umweltverbände gegen den Hauptbetriebsplan. Der Waldspaziergang setzt zugleich ein Zeichen des Protestes gegen die Landschaftszerstörung und die Enteignung von Grundstücken für den Tagebau. Die Veranstalter rechnen mit etwa einhundert Teilnehmern.

ACHTUNG, ÄNDERUNG ZUR ANREISE AUS BERLIN:

Wegen Schienenersatzverkehr zwischen Berlin und Cottbus bitte ab Berlin Hbf 9:21 Uhr mit dem RE 1 nach Frankfurt(Oder), dort in Richtung Cottbus umsteigen, Ankunft in Jänschwalde-Ost um 11:30 Uhr.

„Wer nicht selbst am Tagebau lebt, gewinnt bei diesem Spaziergang einen Eindruck vom Ausmaß der Landschaftszerstörung. Es ist deshalb auch ein Angebot an Gäste von außerhalb der Lausitz, damit sie Tagebaue nicht nur aus der Zeitung kennen. Die Wanderung endet auf dem von Enteignung bedrohten Waldgrundstück bei Taubendorf, auf das uns der Eigentümer eingeladen hat.“ erläutert René Schuster von der GRÜNEN LIGA.

Sorge bereitet den Organisatoren, dass in sozialen Medien von Tagebaubefürwortern offen über Störungen des Waldspaziergangs diskutiert wird. „Wir heißen alle willkommen, die sich mit kritischen Fragen beteiligen wollen, aber sie sollen sich auch friedlich verhalten.“ mahnt Schuster.

Der als Streckenführung bei den Behörden angemeldete Weg durch das Tagebauvorfeld soll nach LEAG-Planung nur noch in diesem Frühjahr existieren, bevor er durch den Tagebau zerstört wird. Für den Rückweg besteht die Möglichkeit ein Busshuttle zu nutzen.

Hintergrund:

Der LEAG-Konzern will bis auf wenige Meter an Taubendorf heranbaggern und dafür auch ein privates Waldgrundstück zerstören, dem Eigentümer droht die Enteignung. Zugleich entzieht der Tagebau Jänschwalde den Seen und Feuchtgebieten der Region das Wasser. Eine Klagegemeinschaft aus Deutsche Umwelthilfe und GRÜNE LIGA geht deshalb aktuell vor Gericht gegen die weitere Genehmigung des Tagebaubetriebes vor. Der Tagebau versorgt das Kraftwerk Jänschwalde, eines der klimaschädlichsten Kraftwerke Europas. Der Bericht der Kohlekommission hat auf Druck der brandenburgischen Landesregierung keine Klarheit über die Laufzeit des Kraftwerkes geschaffen.

Einladungsflyer (PDF)

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