LEAG plant Recyclingzentrum am Tagebaurand

(Kohlerundbrief vom 11. Februar 2020:) Wie die LEAG Ende Januar bekannt gab, will sie auf einem Teilgelände der heutigen Tagesanlagen des Tagebaus Jänschwalde ein Sekundär-Rohstoff-Zentrum (SRZ) errichten. Es soll ab 2023 in Betrieb gehen. Nach dem Auslaufen des Tagebaues Jänschwalde muss das Unternehmen zahlreiche Rückbau- und Entsorgungsverpflichtungen erfüllen und will die dafür nötigen Einrichtungen offenbar auch am freien Markt anbieten. So sollen überwiegend mineralische Abfälle aus Bau- und Abbrucharbeiten angenommen, aufbereitet und zwischengelagert werden. Hauptzweck sei die Herstellung von Recyclingbaustoffen beispielsweise für den Straßenbau. In den kommenden zwölf Monaten soll ein Genehmigungsantrag erarbeiten werden.
Neben dem SRZ ist für die nicht verwertbaren Abfälle auch eine weitere Deponie auf der Kippe des Tagebaues geplant, voraussichtlich in unmittelbarer Nachbarschaft der Aschedeponie Jänschwalde II. Dafür wird ein gesondertes Genehmigungsverfahren vorbereitet.
Erste Bewertung: Die LEAG versucht hier aus der Not eine Tugend zu machen und ihre riesigen Flächen wirtschaftlich zu nutzen. Bauschuttrecycling vermeidet hoffentlich neue Kiestagebaue anderswo. Von einem wichtigen Impuls für den Strukturwandel zu sprechen, wäre aber übertrieben.

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