Keine neuen Tagebaue in der Lausitz ! Nowym brunicowym jamam zadoraś!

karte lausitzer revier 2017Nach zehn Jahren Widerstand hat der Lausitzer Bergbaukonzern LEAG im März 2017 die Pläne für drei neue Tagebaue aufgeben. Doch etwa 1.000 Menschen sollen noch immer für Braunkohle umgesiedelt und ca. eine Milliarde Tonnen Treibhausgase ausgestoßen werden. Das Grundwasser wird durch Tagebaue weiter abgesenkt und verunreinigt. Folgekosten drohen auf die Allgemeinheit abgewälzt zu werden. Auch der Bericht der "Kohlekommission" Anfang 2019 hat für die Lausitz wesentliche Fragen offengelassen. Wir kämpfen für den Erhalt der Dörfer, gegen den Aufschluss neuer Abbaugebiete und ein klares Abschaltdatum für die ältesten Kraftwerksblöcke!

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Keine neuen Tagebaue in der Lausitz ! Nowym brunicowym jamam zadoraś!

karte lausitzer revier 2017Nach zehn Jahren Widerstand hat der Lausitzer Bergbaukonzern LEAG im März 2017 die Pläne für drei neue Tagebaue aufgeben. Doch etwa 1.000 Menschen sollen noch immer für Braunkohle umgesiedelt und ca. eine Milliarde Tonnen Treibhausgase ausgestoßen werden. Das Grundwasser wird durch Tagebaue weiter abgesenkt und verunreinigt. Folgekosten drohen auf die Allgemeinheit abgewälzt zu werden. Auch der Bericht der "Kohlekommission" Anfang 2019 hat für die Lausitz wesentliche Fragen offengelassen. Wir kämpfen für den Erhalt der Dörfer, gegen den Aufschluss neuer Abbaugebiete und ein klares Abschaltdatum für die ältesten Kraftwerksblöcke!

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Drohende neue Tagebaue in der Lausitz

karte lausitzer revier 2017Drohende neue Tagebaue in der Lausitz

Gleichzeitig wird auf polnischer Seite der Neiße ein Loch geplant

  • Gubin-Brody
    2466 Einwohner in 15 Orten (Gemeinde Gubin mit Grabice, Jazów, Koperno, Kozów, Luboszyce, Nowa Wioska, Sieńsk, Węgliny, Witaszkowo und Wielotów sowie Gemeinde Brody mit Datyń, Grodziszcze, Jasienica, Koło, und Wierzchno), ca. 1,9 Mrd. t Kohle

Abgesagt, aber nicht verbindlich ausgeschlossen:

Eine Studie des brandenburgischen Wirtschaftsministeriums empfahl im Mai 2007 die Sicherung der Kohlefelder:

  • Forst-Hauptfeld (7 Dörfer, 1061 Einwohner, dazu die Anwohner)
  • Klettwitz-Nord (7 Dörfer, 2086 Einwohner, dazu die Anwohner)
  • Jänschwalde-Süd (8 Dörfer, 906 Einwohner, dazu die Anwohner)
  • Neupetershain (5 Orte, 2170 Einwohner, dazu die Anwohner)
  • Calau-Süd (13 Dörfer, 2635 Einwohner, dazu die Anwohner)
  • Crinitz-Sonnewalde (9 Dörfer, 2284 Einwohner, dazu die Anwohner)

Für die spätere "strategische Rohstoffversorgung" solle zudem das Feld Fürstenwalde (Landkreis Oder-Spree) berücksichtigt werden.

Das Gutachten und die Namen der bedrohten Dörfer wurden nur durch Presseenthüllungen bekannt, die Regierung wollte es offenbar bis nach einer Entscheidung geheimhalten. Bis Mitte September 2007 wurden eilig drei der Felder (Jänschwalde-Nord, Bagenz-Ost und Spremberg-Ost) ausgesucht und öffentlich verkündet. Erst nach zehn Jahren Widerstand wurden sie vom Konzern im März 2017 verworfen. Die über der Kohle lebenden Menschen haben aber bisher nichts in der Hand als Aussagen in Pressekonferenzen. Die Lausitz braucht ein verbindliches Verbot neuer Tagebaue im gemeinsamen Berlin-Brandenburger Landesentwicklungsplan!

karte bergwerksfelder

Über uns / Wo nas

Bagger

Im Umweltnetzwerk GRÜNE LIGA fungiert die Umweltgruppe Cottbus als Bundeskontaktstelle Braunkohle. Wir sind ein gemeinnütziger Verein aus engagierten Lausitzern. Neben dem Natur- und Landschaftsschutz ist vielen unserer Mitglieder auch der Erhalt der wendischen Sprache und Kultur in der Lausitz wichtig. Deshalb taucht auch die niedersorbische Sprache hier und da auf dieser Internetseite auf.

In der DDR unterdrückte Umweltgruppen, die "Umwelt- und Friedenskreise", waren es, die vor und während der Wendezeit 1989/90 als erste die Probleme des Braunkohlenbergbaus öffentlich machten. Aus diesen und weiteren Gruppen gründete sich 1990 der überparteiliche Umweltverband GRÜNE LIGA. Als die Rahmenbetriebspläne der Lausitzer Braunkohletagebaue nach der Wende ohne Umweltverträglichkeitsprüfung genehmigt wurden, führte die GRÜNE LIGA Brandenburg als einziger Umweltverband dagegen Klage bis zum Bundesverwaltungsgericht.

Die GRÜNE LIGA führte mit Unterstützung anderer Umweltverbände den jahrelangen Kampf für die Rettung der Lacomaer Teiche vor dem Tagebau Cottbus-Nord.

Im Mai 2007 begannen wir, die von neuen Tagebauplänen bedrohten Orte miteinander zu venetzen.

Distanzierung von der AfD

Die GRÜNE LIGA hat bei ihrer Bundesmitgliederversammlung im März 2018 in einem einstimmig gefassten Beschluss noch einmal ausdrücklich klargestellt:

"Die GRÜNE LIGA bekennt sich zur freiheitlich-demokratischen Grundordnung der Bundesrepublik Deutschland und dem Ziel eines friedlichen und demokratischen Zusammenlebens aller Menschen. Die GRÜNE LIGA stellt sich gegen die Spaltung der Gesellschaft und gegen das Schüren von Fremdenfeindlichkeit, Rassismus, Hass und Gewalt. Die GRÜNE LIGA lehnt jede Zusammenarbeit mit der so genannten „Alternative für Deutschland“ sowie allen Personen, Organisationen oder Initiativen ab, die die im Grundgesetz verankerte Unantastbarkeit der Würde aller Menschen durch ihr Reden und Handeln in Zweifel ziehen. Die hiermit erklärte Unvereinbarkeit gilt für sämtliche Teilstrukturen."

 

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