Kohlekommission darf nicht auf falscher Zahlengrundlage arbeiten

Wirtschaftsministerium veröffentlichte nachweislich zu hohe Arbeitsplatzeffekte der Braunkohlewirtschaft

Cottbus/Berlin, 13.07.2018. Der Umweltverband GRÜNE LIGA mahnt vor der heutigen Tagung der Kohlekommission mehr Sachlichkeit in der Braunkohledebatte an. Ein als Grundlage für die Arbeit der Kommission vom Bundeswirtschaftsministerium veröffentlichtes Gutachten nennt nachweislich zu hohe Arbeitsmarkteffekte des Kohleabbaus.

“Den Kommissionsmitgliedern sollen hunderte vom Steuerzahler finanzierte Jobs als Teil der privaten Kohlenwirtschaft untergejubelt werden. So wird die Bedeutung der Branche für die Regionen überhöht dargestellt.” kritisiert René Schuster, Braunkohle-Experte der GRÜNEN LIGA. “Angesichts der weitreichenden Schlußfolgerungen, die aus den Arbeitsplatzzahlen abgeleitet werden, ist dringend mehr Sachlichkeit und Gründlichkeit nötig.”

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Bundes-Kommission muss schnelle erste Schritte beim Kohleausstieg gehen

Cottbus, 06.06.2018. Der Umweltverband GRÜNE LIGA erwartet von der heute vom Bundeskabinett eingesetzten Kohlekommission schnelle erste Schritte beim Kohleausstieg.

“Die Kommission muss jetzt zeitnah einen Fahrplan für den schrittweisen Ausstieg den Revieren festlegen. Für die Lausitz sind dabei die ersten Schritte zentral: Ohne zeitnahe Abschaltung der alten und besonders klimaschädlichen Kraftwerksblöcke in Jänschwalde und Boxberg ist Klimaschutz in Deutschland nicht machbar. Die notwendigen Stillegungen ermöglichen auch den sofortigen Verzicht auf den Tagebau Welzow-Süd Teilfeld II und mehr Abstand von der Grubenkante für die Orte Rohne und Mulkwitz (Tagebau Nochten) sowie Taubendorf (Tagebau Jänschwalde) Diese Forderungen erhebt die GRÜNE LIGA seit langem gemeinsam mit den vor Ort betroffenen Menschen.” sagt René Schuster von der GRÜNEN LIGA.

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Wassereinleitung in tagebaubeeinflusste Seen löst nur geringe Teile des Problems

Cottbus, 17.05.2018. Zu den heute in Cottbus vorgestellten Maßnahmen zur Stützung der durch den Tagebau Jänschwalde geschädigten Seen bei Guben gibt René Schuster vom Umweltverband GRÜNE LIGA die folgende erste Bewertung ab:

“Es ist höchste Zeit, dass die Bergbehörde LBGR erste Konsequenzen aus der Schädigung der Seen zieht, das hätte bereits vor Jahren passieren müssen.
Während die Grundwasserabsenkung des Tagebaues noch in diesem Jahr durch Inbetriebnahme weiterer Pumpen noch weiter verschärft werden soll, soll die Einleitung in die Seen frühestens in einem Jahr beginnen und erst in drei Jahren der Zielwasserstand erreicht sein. Aus unserer Sicht ist jede weitere Verschlechterung unzulässig und ein Fortschreiten des Tagebaues nach Norden zu stoppen.

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