Cottbus/Welzow, 23.01.2026. Das Umweltnetzwerk GRÜNE LIGA bezeichnet die vom Kohlekonzern LEAG verkündete Verkleinerung des Tagebaues Welzow-Süd als überfällig und fordert für ein klimagerechtes Auslaufen der Braunkohleabbaus entsprechende Änderungen auch beim Tagebau Nochten in Sachsen.
„Die Unwirtschaftlichkeit des „Restfeldes“ in Welzow war seit Jahren offensichtlich, die LEAG hat hier die betroffenen Anwohner über Jahre hingehalten und die nötige Änderung des Braunkohlenplans bewusst verzögert.“ sagt René Schuster, Vertreter der Umweltverbände im Braunkohlenausschuss des Landes Brandenburg.
Schuster weiter: „Bei den Abbaugrenzen der Tagebaue Welzow-Süd und Reichwalde hat sich die LEAG nun offensichtlich von ihrem sogenannten Revierkonzept aus dem Jahr 2021 verabschiedet. Absurderweise verkleinert sie damit zuerst genehmigte Tagebaue, während sie im Tagebau Nochten private Waldeigentümer enteignen ließ und mit dem Teilfeld Mühlrose sogar ein zusätzliches Abbaufeld beantragt. Das Umdenken muss beim Tagebau Nochten weitergehen, um Klima- und Tagebaufolgeschäden in Grenzen zu halten.“