Waldumbau auf gepachtetem Waldgrundstück im Tagebauvorfeld - GRÜNE LIGA pflanzte erste Bäume

200402 baumpflanzung verbissschutz anbringenRohne, 2. April 2020. Auf ihrem im Vorfeld des Tagebaues Nochten gepachteten Waldgrundstück pflanzte die GRÜNE LIGA erste Bäume.

„Mit standorttypische heimischen Laubbaumarten wie Linde, Eiche und Eberesche leiten wir den Umbau des bisherigen Kiefernbestandes zu einem artenreichen Wald ein. Wir glauben an die Zukunft dieses Waldes, der auch die benachbarten Dörfer vor Belastungen aus dem Tagebau schützen kann. Im nächsten Jahr planen wir hier weitere Pflanzungen.“ sagt René Schuster von der GRÜNEN LIGA.

„Die geplanten weiteren Kultur- und Bildungsveranstaltungen in unserem Wald werden wir zwar in den nächsten Monaten aufgrund der Corona-Pandemie nicht durchführen können. Wir bereiten jedoch schon Konzepte für die Zeit danach vor“ kündigt René Schuster an.

Die ortsansässigen Grundeigentümer haben das Waldstück im Dezember 2019 bis 2037 an die GRÜNE LIGA verpachtet. Mehr Abstand zwischen der Grube und den Dörfern Rohne und Mulkwitz wird seit Jahren von der örtlichen Bürgerinitiative gefordert. Die GRÜNE LIGA geht davon aus, dass der schrittweise Ausstieg aus der Braunkohle eine Verkleinerung des Abbaufeldes und eine dauerhafte Erhaltung dieses Waldes ermöglicht. Schon im Jahr 2017 beschloss der Regionale Planungsverband Oberlausitz-Niederschlesien, das Verfahren zum Braunkohlenplan Tagebau Nochten neu zu eröffnen. Dieses Verfahren ist jedoch ergebnisoffen zu führen und ist nicht an die Planungen des Kohlekonzerns LEAG gebunden.

Die Pflanzungen, die von ehrenamtliche Mitgliedern aus der Region durchgeführt wurden, fanden bereits im März vor der Verhängung des Kontaktverbotes durch die Bundesregierung statt.

Foto: Baumpflanzarbeiten im März auf dem von der GRÜNEN LIGA gepachteten Grundstück – frei verwendbar bei Angabe der Bildautorin Jessica Zaydan

Aktuelle Seite: Startseite Aktionen Waldumbau auf gepachtetem Waldgrundstück im Tagebauvorfeld - GRÜNE LIGA pflanzte erste Bäume

Lausitzer Kohlerundbrief