Greta-Schauspielerin und Superintendent beim Klimastreik am 29. November in Cottbus

Cottbus, 27.11.2019. Bei der Cottbuser Demonstration zum weltweiten Klimastreiks am 29. November werden unter anderem der Superintendent des evangelischen Kirchenkreises, Georg Thimme sowie die Schauspielerin Tracy Neumann auftreten, die in der aktuellen Inszenierung des Piccolo-Theaters die Greta spielt. Die Demonstration beginnt um 13 Uhr vor dem Staatstheater Cottbus.

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Mühlrose und GRÜNE LIGA auf größtem schwedischen Fernsehkanal

(Kohlerundbrief vom 22. November 2019:) Im Rahmen der Recherchen des größten schwedischen Fernsehsenders TV4 zum Vattenfall-Deal kamen am 28. Oktober auch bleibewillige Einwohner von Mühlrose und die GRÜNE LIGA zu Wort. Der Fernsehbeitrag (3:42 min) ist wegen der überwiegend deutschen O-Töne gut verständlich.

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Online-Petition an sächsischen Landtag

(Kohlerundbrief vom 28. Oktober 2019:) Während der Koalitionsverhandlungen fordert der BUND Sachsen in einer Online-Petition an den sächsischen Landtag ein Klimaschutzgesetz mit verbindlichen Zielen, die Nutzung der Braunkohle schrittweise bis zum Jahr 2030 zu beenden, geplante Tagebauerweiterungen umgehend aufzugeben, die Orte Mühlrose, Pödelwitz und Obertitz zu erhalten, bestehende Tagebaue zu verkleinern und eine Möglichkeit zum beschleunigten Ausbau der erneuerbaren Energien zu schaffen.

Cottbuser Kunstprojekt widmet dem Klimakabinett ein Musikvideo

(Kohlerundbrief vom 28. Oktober 2019:) Das Cottbuser Kunstprojekt „Zero Moment of Truth (ZMOT) hat dem Klimakabinett der Bundesregierung ein Lied gewidmet, das wir Euch nicht vorenthalten wollen. „Diesem verzagten Häuflein, das sich Klimakabinett nennt, muss ich sagen, dass mich eure Arbeit sehr enttäuscht hat. Vielleicht macht Euch dieses schöne Lied Mut.“ schreibt ZMOT zu seinem neuen kleinen youtube-Video.

„Mühlrose bleibt!“: Tagebau-Betroffene aus ganz Deutschland trafen sich in der Lausitz

(Kohlerundbrief vom 28. Oktober 2019:) Die bundesweite Initiative „Alle Dörfer bleiben“ traf sich am Wochenende in Proschim. Bewohner*innen der drei deutschen Braunkohlereviere berieten zwei Tage lang über gemeinsame Forderungen und Aktionen. Anwohnende des ebenfalls bedrohten Lausitzer Dorfes Mühlrose berichteten über die Situation vor Ort und mögliche Handlungsoptionen. Mehrere Einwohner*innen von Mühlrose bekräftigten, dass sie ihr Zuhause nicht freiwillig an den Bergbaukonzern LEAG verkaufen werden. Neben weiteren Demonstrationen, wie beispielsweise zum Klimastreik am 29.11.2019, wurden auch juristische Schritte nicht ausgeschlossen.
„Wir möchten in Mühlrose wohnen bleiben und werden unser Zuhause nicht aufgeben. In der Öffentlichkeit wird das jedoch totgeschwiegen. Es kann doch nicht sein, dass in Deutschland immer noch Dörfer vernichtet werden, um Braunkohle zu fördern – und das obwohl die LEAG ja nicht einmal eine Genehmigung für die bergbauliche Inanspruchnahme unseres Dorfes hat. Weil die Regierung uns im Stich lässt, sind wir sehr froh, dass wir nun Kontakt zu anderen Betroffenen aufgenommen haben. Dieser Austausch hat uns Mut gemacht für den Erhalt von Mühlrose einzutreten“, sagt Günter Zech aus Mühlrose.

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Raus aus der Filterblase: Durch den Regen für unsere Argumente

(Kohlerundbrief vom 8. Oktober 2019:) Trotz eindrucksvoller bundesweiter Demonstrationen für den Klimaschutz ist die Stimmung in der Lausitz gespalten und es gelingt immer wieder Vorurteile gegen Tagebaukritiker zu schüren. Zu den Ursachen zählt wohl auch, dass einige regionale Medien wenig Interesse zeigen, konkrete tagebaukritische Argumente wiederzugeben. Wenn die Themen dann gleichzeitig den bundesweiten Medien zu lokal sind, kommt es vor, dass viele Lausitzer davon noch nie gehört haben.


So war es offenbar mit den meisten Hintergründen zum Stop des Tagebaues Jänschwalde seit dem 1. September. Längst haben wir uns daran gewöhnt, dass etwa im von der Peitzer Amtsverwaltung herausgegebenen "Peitzer Land Echo" keine Kohlekritik vorkommt. Deshalb waren wir nach dem Tagebaustop sogar bereit, unsere Argumente dort als bezahlte Anzeige abdrucken und so in die Dörfer um den Tagebau verteilen zu lassen. Doch sogar das wurde unter fadenscheinigen Begründungen abgelehnt ("Die Qualitätssicherung hat Ihre Anzeige als Leserbrief eingestuft und darf somit nicht im Peitzer Land Echo erscheinen.")
Aber wir lassen uns nicht totschweigen: Am 29. September verbrachten Mitglieder und Unterstützer der Umweltgruppe Cottbus den verregneten Sonntagnachmittag mit dem Verteilen von Infoblättern in die Briefkästen mehrerer Dörfer des Amtes Peitz. Lausitzer Landschaften retten ist eben auch Hand- und Fußarbeit. Danke an alle, die mitgemacht haben!

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Lausitzer Kohlerundbrief